Testosteron Ersatztherapie in Vaterstetten – TRT bei Hormonmangel

Die Energie lässt nach, die Konzentration schwindet, der Antrieb fehlt – und das Ganze wird auf Stress, Alter oder zu wenig Schlaf geschoben.
Symbolbild

In unserer Praxis für medizinische Prävention in Vaterstetten bei München erleben wir regelmäßig, dass Männer mit genau diesen Beschwerden erst nach Monaten oder Jahren ärztlichen Rat suchen. Die Ursache ist nicht selten ein Testosteronmangel – medizinisch als Hypogonadismus bezeichnet. Laut der Leitlinie der European Association of Urology (EAU) liegt ein behandlungsbedürftiger Mangel dann vor, wenn dauerhafte klinische Symptome und ein laborchemisch gesichertes Testosterondefizit zusammentreffen. Die Erkrankung betrifft nicht nur ältere Männer: Auch jüngere Patienten mit Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 oder chronischem Stress können erniedrigte Spiegel aufweisen.

Die Testosteronersatztherapie (TRT) kann bei nachgewiesenem Hormonmangel die Symptome wirksam lindern – von der Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit über die Verbesserung der Stimmung bis hin zur Stabilisierung der Knochendichte. Die Therapie ist evidenzbasiert, gut steuerbar und wird im Raum München Ost unter ärztlicher Kontrolle individuell angepasst. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Testosteronmangel diagnostiziert wird, welche Behandlungsformen zur Verfügung stehen, wie sicher die Therapie nach aktuellem Forschungsstand ist und für wen eine TRT in Frage kommt.

Was ist Testosteronmangel – und wie äußert er sich?

Ein Testosteronmangel – medizinisch als Hypogonadismus bezeichnet – liegt vor, wenn der Testosteronspiegel im Blut dauerhaft unter den physiologischen Normbereich sinkt und gleichzeitig klinische Beschwerden bestehen. Die EAU-Leitlinie „Sexual and Reproductive Health" (2024) definiert den Grenzwert für das Gesamttestosteron bei 12 nmol/l (346 ng/dl) und für das freie Testosteron bei 220 pmol/l. Erst wenn beide Voraussetzungen – Laborwert und Symptomatik – erfüllt sind, gilt die Diagnose als gesichert. Ein isoliert niedriger Wert ohne Beschwerden oder umgekehrt typische Symptome bei normalem Spiegel begründen allein noch keine Therapieindikation. In unserer Praxis für Gesundheitsberatung in Vaterstetten bei München nehmen wir uns daher Zeit für eine sorgfältige Gesamtbewertung, bevor wir über eine mögliche Behandlung sprechen.

Typische Symptome eines Testosteronmangels

Das Beschwerdebild eines Testosteronmangels ist vielschichtig und entwickelt sich häufig schleichend über Monate oder Jahre. Zu den am häufigsten berichteten Symptomen gehören eine verminderte Libido und Erektionsfähigkeit, chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit trotz ausreichendem Schlaf, Verlust an Muskelmasse bei gleichzeitiger Zunahme des abdominellen Fettgewebes, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Episoden sowie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Langfristig kann ein unbehandelter Mangel auch die Knochendichte verringern und das Risiko für Osteoporose erhöhen – eine Folge, die bei Männern häufig unterschätzt wird. Patienten berichten uns in Vaterstetten oft, dass sie einzelne Symptome jahrelang isoliert betrachtet und auf Stress oder normales Altern zurückgeführt haben, bevor der Zusammenhang erkannt wurde.

Die Symptome sind allerdings unspezifisch und können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden – etwa durch Depressionen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Schlafapnoe oder chronische Erschöpfungszustände. Genau deshalb ist eine strukturierte Labordiagnostik unverzichtbar, bevor eine Testosteronersatztherapie erwogen wird.

Hypogonadismus – Definition

Hypogonadismus bezeichnet die unzureichende Funktion der Gonaden (beim Mann: der Hoden) mit einer verminderten Produktion von Sexualhormonen und gegebenenfalls einer eingeschränkten Spermatogenese. Man unterscheidet den primären Hypogonadismus, bei dem die Störung in den Hoden selbst liegt (erhöhtes LH und FSH), vom sekundären Hypogonadismus, bei dem die übergeordnete Steuerung durch Hypothalamus oder Hypophyse gestört ist (erniedrigtes oder inadäquat normales LH und FSH). Eine dritte Form – der funktionelle Hypogonadismus – tritt vor allem bei Männern mit Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 oder metabolischem Syndrom auf und ist potenziell reversibel, wenn die zugrunde liegende Erkrankung behandelt wird.

Wie wird ein Testosteronmangel diagnostiziert?

Die Diagnostik eines Testosteronmangels folgt einem strukturierten Stufenverfahren: Zunächst wird das Gesamttestosteron im Blutserum bestimmt – und zwar aus einer morgendlichen Blutabnahme zwischen 7:00 und 11:00 Uhr, da der Testosteronspiegel einem zirkadianen Rhythmus unterliegt und am Morgen seine höchsten Werte erreicht. Liegt das Ergebnis unter 12 nmol/l, muss die Messung an einem zweiten Tag wiederholt werden, bevor eine verlässliche Diagnose gestellt werden kann. Einzelmessungen reichen nicht aus, da akuter Stress, Schlafmangel, Infekte oder Alkohol den Wert vorübergehend senken können. In unserer Praxis in Vaterstetten planen wir beide Termine innerhalb von zwei bis vier Wochen, um tagesformbedingte Schwankungen zuverlässig abzufangen.

Diagnostik-Algorithmus Schritt für Schritt

Bestätigt die zweite Messung den erniedrigten Wert, folgt eine erweiterte Hormonbestimmung. Das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) wird mitbestimmt, um das freie – also biologisch wirksame – Testosteron berechnen zu können. Dieser Parameter ist besonders bei Patienten mit Adipositas oder Lebererkrankungen relevant, da ein veränderter SHBG-Spiegel das Gesamttestosteron maskieren kann: Der Gesamtwert liegt möglicherweise im Normbereich, während das freie Testosteron bereits erniedrigt ist. Ergänzend bestimmen wir die Gonadotropine LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Dieses Hormonpaar zeigt, ob die Störung auf der Ebene der Hoden liegt – dann sind LH und FSH erhöht (primärer Hypogonadismus) – oder ob die übergeordnete Steuerung durch Hypophyse oder Hypothalamus beeinträchtigt ist, was sich durch erniedrigte oder inadäquat normale LH- und FSH-Werte zeigt (sekundärer Hypogonadismus). Bei Verdacht auf eine zentrale Ursache empfiehlt die EAU-Leitlinie eine Prolaktinbestimmung und gegebenenfalls eine Magnetresonanztomographie der Hypophysenregion.

Darüber hinaus gehören zum Basislabor vor einer möglichen Therapie: Blutbild mit Hämatokrit, PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen), Leberwerte, Lipidprofil und Nüchternglukose. Dr. Kemmerich führt diese gesamte Diagnostik in unserer Praxis in Vaterstetten bei München durch und bespricht die Ergebnisse in einem ausführlichen persönlichen Gespräch.

Organischer vs. funktioneller Hypogonadismus

Nicht jeder niedrige Testosteronwert erfordert eine Hormonersatztherapie. Die EAU-Leitlinie 2024 unterscheidet klar zwischen einem organischen Hypogonadismus – bei dem eine dauerhafte Schädigung der Hoden oder der Hypothalamus-Hypophysen-Achse vorliegt – und einem funktionellen Hypogonadismus, der durch äußere Faktoren verursacht wird und potenziell reversibel ist. Die häufigsten Ursachen eines funktionellen Hypogonadismus sind Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, metabolisches Syndrom, chronischer Opioidgebrauch und obstruktive Schlafapnoe. Bei diesen Patienten empfiehlt die Leitlinie, zunächst die Grunderkrankung zu behandeln – etwa durch Gewichtsreduktion, Diabeteseinstellung oder das Absetzen supprimierender Medikamente. In vielen Fällen normalisiert sich der Testosteronspiegel allein durch diese Maßnahmen. Erst wenn trotz konsequenter Therapie der Grunderkrankung die Symptome und der Laborwert persistieren, kommt eine TRT in Betracht.

Diesen Unterschied transparent mit dem Patienten zu besprechen gehört in unserer ganzheitlichen Medizin im Raum München Ost zur ärztlichen Sorgfaltspflicht – denn eine vorschnelle Hormonverordnung ohne Ursachenklärung wäre weder medizinisch korrekt noch nachhaltig.

Wie funktioniert die Testosteronersatztherapie?

Die Testosteronersatztherapie ersetzt das fehlende körpereigene Testosteron durch bioidentisches Hormon in physiologischer Dosierung. Ziel ist kein Maximalwert, sondern die Wiederherstellung eines Spiegels im mittleren Normbereich – die EAU-Leitlinie und die Endocrine Society empfehlen einen Zielwert zwischen 15 und 25 nmol/l. In dieser Spanne lassen sich die klinischen Symptome wirksam lindern, ohne das Risiko dosisabhängiger Nebenwirkungen unnötig zu erhöhen. Erste spürbare Effekte berichten Patienten in unserer Praxis in Vaterstetten typischerweise nach drei bis sechs Wochen – zunächst als verbesserte Energie und stabilere Stimmung. Die volle Wirkung auf Libido, Körperzusammensetzung und Knochendichte entfaltet sich über drei bis zwölf Monate.

Gel, Injektion und Depotpräparat im Vergleich

Für die Testosteronersatztherapie stehen in Deutschland drei bewährte Applikationsformen zur Verfügung, die sich in Handhabung, Dosierungsintervall und Steuerbarkeit unterscheiden.

Testosteron-Gel (z. B. Testogel®, Androgel®) wird täglich auf die Haut aufgetragen – in der Regel auf Oberarme, Schultern oder Bauch. Das Gel zieht innerhalb weniger Minuten ein und gibt Testosteron kontinuierlich über die Haut ab. Der Vorteil liegt in der gleichmäßigen Spiegelführung ohne ausgeprägte Schwankungen und in der schnellen Steuerbarkeit: Wird die Therapie abgesetzt oder die Dosis angepasst, normalisiert sich der Spiegel innerhalb von 48 bis 72 Stunden. Die EAU-Leitlinie empfiehlt daher, die Therapie bevorzugt mit einem Gel zu beginnen – insbesondere bei älteren Patienten oder bei Männern mit kardiovaskulären Risikofaktoren, um die Verträglichkeit zunächst in einem gut kontrollierbaren Rahmen zu prüfen. Ein Nachteil ist das Risiko der Übertragung auf Kontaktpersonen – Partnerinnen und Kinder sollten die behandelten Hautstellen nicht berühren, bis das Gel vollständig eingezogen ist.

Testosteron-Enantat wird als intramuskuläre Injektion verabreicht, typischerweise alle ein bis zwei Wochen. Die Selbstinjektion durch den Patienten ist nach Anleitung möglich. Der Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von der täglichen Anwendung. Nachteilig sind die physiologisch weniger günstigen Spiegelschwankungen: Direkt nach der Injektion liegt der Wert deutlich über dem Normbereich und fällt dann über die Tage ab – manche Patienten spüren dieses Wellenprofil als Stimmungs- oder Energieschwankung. Durch eine niedrigere Dosis in kürzeren Intervallen (z. B. zweimal wöchentlich subkutan) lässt sich diese Schwankung minimieren.

Testosteron-Undecanoat (Nebido®) ist ein Langzeitdepot, das alle zehn bis vierzehn Wochen intramuskulär injiziert wird. Es bietet den Komfort langer Intervalle und einen relativ stabilen Spiegel nach der Einstellungsphase. Die Injektion muss allerdings ärztlich durchgeführt werden, da das Ölvolumen größer ist und eine langsame Applikation erfordert. In seltenen Fällen kann direkt nach der Injektion eine sogenannte pulmonale Öl-Mikroembolie auftreten – ein kurzer Hustenreiz, der sich von selbst auflöst, aber eine Nachbeobachtung in der Praxis erfordert.

In unserer Praxis für ästhetische Medizin in Vaterstetten bei München wählen wir die Applikationsform gemeinsam mit dem Patienten aus – abhängig von Lebensstil, Präferenz, Risikoprofil und der gewünschten Alltagsintegration.

Ist die Testosteronersatztherapie sicher?

Die Testosteronersatztherapie verfügt über ein gut untersuchtes Sicherheitsprofil. Die zentrale Studie zur kardiovaskulären Sicherheit – die TRAVERSE-Studie, veröffentlicht 2023 im New England Journal of Medicine – schloss über 5.200 Männer mit nachgewiesenem Hypogonadismus und vorbestehenden oder erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. Über einen mittleren Beobachtungszeitraum von 33 Monaten zeigte sich unter Testosterontherapie kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod im Vergleich zur Placebogruppe. Dieses Ergebnis widerlegte die über Jahre diskutierte Hypothese, dass eine TRT das Herzinfarktrisiko steigern könnte – eine Sorge, die viele Patienten und auch Ärzte lange von der Therapie abgehalten hatte. In unserer Praxis in Vaterstetten bei München besprechen wir diese Studienlage offen mit jedem Patienten, der eine TRT in Erwägung zieht.

Monitoring als Voraussetzung für Therapiesicherheit

Die Sicherheit einer Testosteronersatztherapie hängt wesentlich von einer strukturierten Verlaufskontrolle ab. Die EAU-Leitlinie 2024 empfiehlt Kontrolluntersuchungen nach drei, sechs und zwölf Monaten im ersten Therapiejahr und danach mindestens einmal jährlich. Das Monitoring umfasst die Bestimmung des Testosteronspiegels zur Überprüfung des Zielbereichs, den Hämatokritwert zur Erkennung einer Erythrozytose, den PSA-Wert und eine digital-rektale Untersuchung zur Prostataüberwachung sowie die Kontrolle von Lipidprofil, Leberwerten und Nüchternglukose.

Der Hämatokritwert verdient besondere Aufmerksamkeit. Testosteron stimuliert die Erythropoese – die Neubildung roter Blutkörperchen. Bei einem Hämatokrit über 54 Prozent steigt das Risiko für thromboembolische Ereignisse. In diesem Fall empfiehlt die Leitlinie, die Therapie zu pausieren und gegebenenfalls einen Aderlass durchzuführen, bis der Wert wieder im sicheren Bereich liegt. Dieser Parameter ist besonders bei Patienten mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischer Herzinsuffizienz oder einer Vorgeschichte venöser Thromboembolien engmaschig zu überwachen. Dr. Kemmerich kontrolliert den Hämatokrit in unserer Praxis im Raum München Ost bei jedem Verlaufstermin.

Testosteron und Prostata

Die Frage nach dem Prostatakrebsrisiko unter TRT beschäftigt viele Patienten. Nach aktuellem Stand der Evidenz gibt es keinen Beleg dafür, dass eine Testosteronersatztherapie bei Männern mit gesunder Prostata das Risiko für ein Prostatakarzinom erhöht. Auch die TRAVERSE-Studie bestätigte in einer vorab geplanten Subanalyse keinen signifikanten Unterschied in der Inzidenz von Prostatakrebs zwischen Testosteron- und Placebogruppe. Ein aktives, nicht kurativ behandeltes Prostatakarzinom gilt jedoch als absolute Kontraindikation. Patienten, die nach erfolgreicher Therapie eines Prostatakarzinoms – etwa nach radikaler Prostatektomie – und einer angemessenen Wartezeit eine TRT in Betracht ziehen, können dies unter engmaschiger urologischer Kontrolle erwägen, wie die EAU-Leitlinie differenziert ausführt.

Als weitere Nebenwirkungen einer TRT können in Einzelfällen Akne, eine leichte Gynäkomastie oder eine vorübergehende Verschlechterung einer bestehenden Schlafapnoe auftreten. Bei Männern mit Kinderwunsch ist zu beachten, dass exogenes Testosteron die körpereigene Gonadotropinsekretion supprimiert und die Spermatogenese reversibel einschränken kann – eine TRT ist daher bei aktivem Kinderwunsch kontraindiziert.

Für wen eignet sich TRT – und wann ist sie nicht indiziert?

Eine Testosteronersatztherapie ist indiziert, wenn ein laborchemisch gesicherter Hypogonadismus mit dauerhaften klinischen Symptomen vorliegt und sekundäre Ursachen ausgeschlossen oder vorbehandelt wurden. Der typische Kandidat in unserer Praxis in Vaterstetten ist ein Mann zwischen 40 und 65 Jahren, der trotz gesunder Lebensführung über anhaltende Erschöpfung, Libidoverlust und Leistungseinbußen klagt und dessen Gesamttestosteron bei zwei morgendlichen Messungen unter 12 nmol/l liegt. Patienten mit einem organischen Hypogonadismus – etwa nach einer beidseitigen Hodenschädigung, bei einem Klinefelter-Syndrom oder nach hypophysärer Insuffizienz – profitieren in der Regel am eindeutigsten, da die Hormonstörung dauerhaft besteht und durch Lebensstiländerungen nicht korrigierbar ist.

Wann eine TRT nicht der richtige Weg ist

Die EAU-Leitlinie definiert klare absolute Kontraindikationen: ein aktives, nicht kurativ behandeltes Prostatakarzinom, ein Mammakarzinom des Mannes, ein aktueller Kinderwunsch, eine bestehende Polyglobulie mit einem Hämatokrit über 54 Prozent sowie eine schwere, unkontrollierte Herzinsuffizienz. Zu den relativen Kontraindikationen zählt die Leitlinie ein benignes Prostatasyndrom mit ausgeprägten Symptomen (IPSS-Score über 19) und eine familiäre Thrombophilie.

Besonders differenziert muss die Entscheidung beim funktionellen Hypogonadismus ausfallen. Männer mit Adipositas, Typ-2-Diabetes oder metabolischem Syndrom zeigen häufig erniedrigte Testosteronwerte – nicht weil ihre Hoden geschädigt sind, sondern weil das Fettgewebe die Hormonachse supprimiert. In diesen Fällen empfiehlt die Leitlinie vorrangig die Behandlung der Grunderkrankung: Gewichtsreduktion, Optimierung der Diabeteseinstellung, Bewegungstherapie und gegebenenfalls das Absetzen testosteronsupprimierender Medikamente wie Opioide oder hochdosierte Glukokortikoide. Studien zeigen, dass bereits eine Gewichtsabnahme von zehn Prozent den Testosteronspiegel um bis zu 3 nmol/l anheben kann. Erst wenn der Wert trotz konsequenter Lebensstiländerung über sechs bis zwölf Monate persistierend unter dem Grenzwert bleibt und die Symptome fortbestehen, kommt eine TRT ergänzend in Betracht.

Ebenso gilt: Ein altersgemäß leicht sinkender Testosteronspiegel ohne klinische Beschwerden ist kein Grund für eine Hormontherapie. Der physiologische Rückgang von etwa ein bis zwei Prozent pro Jahr ab dem 40. Lebensjahr ist ein normaler Alterungsprozess und stellt für sich genommen keine Erkrankung dar. In unserer Praxis für Testosteronersatztherapie in Vaterstetten legen wir großen Wert darauf, diese Abgrenzung mit jedem Patienten ehrlich zu besprechen – denn eine verantwortungsvolle TRT beginnt mit einer sauberen Indikationsstellung.

Testosteronmangel erkennen und behandeln: TRT als evidenzbasierte Therapie

Testosteronmangel ist eine häufig übersehene, aber gut diagnostizierbare und behandelbare Erkrankung. Die Symptome – Erschöpfung, Libidoverlust, Muskelabbau und Stimmungstiefs – entwickeln sich oft schleichend und werden zu lange auf Stress oder normales Altern zurückgeführt. Zwei morgendliche Blutabnahmen mit Bestimmung des Gesamttestosterons und eine gezielte Hormondiagnostik reichen aus, um die Diagnose zu sichern oder auszuschließen. Die medizinische Prävention in Vaterstetten umfasst dieses Screening bei entsprechendem klinischem Verdacht als festen Bestandteil der ärztlichen Abklärung.

Die Testosteronersatztherapie bietet Patienten mit nachgewiesenem Hypogonadismus eine wirksame, gut steuerbare Behandlungsoption. Die TRAVERSE-Studie hat 2023 die kardiovaskuläre Sicherheit der Therapie bei über 5.200 Männern bestätigt, und die EAU-Leitlinie stuft TRT als evidenzbasierte Standardbehandlung ein – vorausgesetzt, die Indikation ist korrekt gestellt und das Monitoring wird konsequent eingehalten. Ob Gel, Injektion oder Depotpräparat: Die Applikationsform lässt sich individuell an den Alltag und das Risikoprofil des Patienten anpassen.

Entscheidend ist die Abgrenzung: Nicht jeder niedrige Testosteronwert erfordert eine Hormontherapie. Bei einem funktionellen Hypogonadismus steht zunächst die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Wenn Sie unter den beschriebenen Symptomen leiden und eine fundierte Abklärung wünschen, beraten wir Sie gerne persönlich. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Praxis in Vaterstetten – Dr. Kemmerich bespricht mit Ihnen die diagnostischen Ergebnisse und den individuell passenden Therapieweg.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter sollte man den Testosteronspiegel überprüfen lassen?

Ein Screening allein aufgrund des Alters wird von der EAU-Leitlinie nicht empfohlen. Anlass für eine Bestimmung sind konkrete klinische Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Libidoverlust, Muskelabbau oder depressive Verstimmungen – unabhängig vom Alter. In unserer Praxis in Vaterstetten erleben wir, dass sowohl Männer Ende 30 als auch Patienten über 60 mit einem relevanten Testosteronmangel diagnostiziert werden. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern das Beschwerdebild in Kombination mit dem Laborwert.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Testosteronersatztherapie?

Bei einem laborchemisch gesicherten Hypogonadismus mit klinischer Symptomatik übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Labordiagnostik und die verordneten Testosteronpräparate. Die Verordnung erfolgt auf Kassenrezept. Privatversicherte erhalten die Kosten ebenfalls erstattet, sofern eine medizinische Indikation dokumentiert ist. Dr. Kemmerich stellt in unserer Praxis in Vaterstetten bei München die notwendige Dokumentation für die Kostenübernahme bereit.

Kann ich unter TRT noch Kinder zeugen?

Exogenes Testosteron unterdrückt die körpereigene Gonadotropinproduktion (LH und FSH) und hemmt dadurch die Spermienbildung in den Hoden – bis hin zur Azoospermie. Dieser Effekt ist nach Absetzen der Therapie in den meisten Fällen reversibel, kann aber mehrere Monate dauern. Bei aktivem Kinderwunsch ist eine klassische TRT daher kontraindiziert. Alternativ können Gonadotropine (hCG) eingesetzt werden, die die körpereigene Testosteronproduktion und Spermatogenese gleichzeitig aufrechterhalten.

Quellen

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